Stefanie, DFK

Stefanie, DFK

 

Der Grundgedanke unseres Förderzentrums ist,
dass...

 

1. ...diese Schule von Kindern und Jugendlichen mit sehr unterschiedlichen Beeinträchtigungen bzw. Förderbedürfnissen besucht wird, und dass


2. ...diese Einrichtung mehr ist als eine Schule.

Diese Schule nimmt Kinder auf, die nach der herkömmlichen Begrifflichkeit als „lernbehindert", „sprachbehindert", „verhaltensgestört" bezeichnet wurden.; auch Kinder mit leichten Sinnesbeeinträchtigungen können dort beschult werden. Wir sind eine Angebotsschule, d.h. der Besuch an unserer Schule ist absolut freiwillig, sowohl was die Schulaufnahme als auch die Rückkehr in die Regelschule angeht. In Gesprächen versuchen wir stets den Elternwillen mit dem Wohl der Kinder in Einklang zu bringen.

Die Förderschule nimmt also praktisch alle Kinder aus dem Sprengel auf, sofern sie in der allgemeinen Schule nicht, auch nicht bei Unterstützung durch den Mobilen Sonderpädagogischen Dienst, angemessen gefördert werden können. Damit ist sie für die betroffenen Kinder eine wohnortnahe Schule.

Gleichzeitig wird daraus die extreme Heterogenität der Schülerschaft dieser Schule augenscheinlich. Daraus folgt nun als pädagogische Konsequenz, dass jeweils der individuelle Förderbedarf des einzelnen Schülers diagnostiziert und berücksichtigt werden muss (diagnosegeleiteter Förderunterricht mit individuellen Förderplänen) . Daraus ergibt sich weiter die Notwendigkeit stark differenzierender bis individualisierender Fördermaßnahmen und Unterrichtsformen.


In den Diagnose- und Förderklassen können Schulanfänger oder Schüler aus Grundschulklassen mit größerem Förderbedarf individuell gefördert werden. Der Lernstoff der Grundschule (Jahrgänge 1 und 2) wird auf drei Jahre verteilt, um den Lernschwierigkeiten der Schüler besser gerecht werden zu können. Nach Abschluss der DFK wird entschieden, welchen weiteren Schulweg das Kind beschreiten soll.

Unterricht nach dem Rahmenlehrplan Lernen soll den Schülern „Aufstiegsmöglichkeiten" und den Wechsel an die allgemeine Schule eröffnen und unterstützen.

Aus der Heterogenität der Schülerschaft ergibt sich auch die Notwendigkeit für heterogenes Lehrpersonal mit den entsprechenden Fachrichtungen und Spezialgebieten.

Offene Unterrichtsformen flexible Unterrichtsorganisation, intensive Kooperation der Lehrkräfte, Gestaltung des Schulklimas und des Schullebens, Durchlässigkeit innerhalb der Schule und nach außen sind weitere Grundsätze einer Förderschule.

Neben der Schule sind die Mobilen Sonderpädagogischen Dienste und sonderpädagogische Hilfen das zweite konzeptionelle Standbein

Mobile Sonderpädagogik für Kindergärten und Volksschulen hat vor allem eine präventive Aufgabe: den betroffenen Kindern den Verbleib in ihrer Wohnortschule zu ermöglichen. Angesichts der zunehmenden Probleme von Kindern im Vorschul- und Schulalter und der begrenzten Raumkapazitäten der Förderschulen werden Mobile Sonderpädagogische Dienste an Bedeutung gewinnen.

In den Kooperationsklassen versuchen wir Schülern mit geringem Förderbedarf den Verbleib in der Regelschule er ermöglichen.

Im Beratungszentrum stehen Lehrkräfte, die sich in bestimmten Förderschwerpunkten spezialisiert haben, für Eltern, Lehrkräfte und Schülern als Berater zur Verfügung.

In den Diagnose- und Werkstattklassen versuchen wir unseren Abschlussschülern einen möglichst nahtlosen Übergang in Ausbildung und Berufswelt zu erschließen.

In Zusammenarbeit mit der Berufsschule Bad Tölz unterstützen wir das Berufsvorbereitungsjahr in Kooperation, in dem Schulabgänger ohne Hauptschulanschluss diesen nachqualifizieren können und gleichzeitig gezielt auf das Berufsleben vorbereitet werden..

Für Kinder im Vorschulalter mit Entwicklungsverzögerungen bieten wir eine Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) zur Förderung bis zum Schuleintritt an.

In allen Schulstufen bieten wir eine gebundene Ganztagsklasse an.

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